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Unbeantwortet bleibt hingegen nach wie vor die Frage, ob die beobachteten Schäden eine Folge von genetischer Mutation sind, oder durch morphogenetische Einflüsse im Wachstumsstadium der Insekten entstehen, oder beides.

In meiner Feldstudie Entlebuch variierten die Schädigungsraten stark, von 3 bis 23%. Es wurde ein qualitativer Zusammenhang zwischen Missbildungsrate und Topographie beziehungsweise Windexposition beobachtet. Das Haupttal des Entlebuch liegt in Nord– Süd-Richtung, wo der Nordwind (Bise) am stärksten bläst. Interessant ist, dass die am stärksten geschädigten Wanzen entlang des Haupttales gefunden wurden, d.h. in Flühli AS* 13,8%, Hüttlenen AS 21,5%, und Südelgraben und Salwiden je AS 23%.
* As = Alle Schäden

Bild:

Weichwanze aus Husegg, Entlebuch
Aquarell, Flühli 2008 - 2009
Der rechte Deckflügel ist geschädigt

Seh-Forschung
faderimages

Weichwanze aus Husegg, Entlebuch, Schweiz