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Obwohl die absolute Radioaktivität an Wind exponierten Stellen vermutlich nur geringfügig höher ist als an geschützten Orten, könnte die Langzeitakkumulation von Tritium (3H) und anderen Radionukliden in den Wirtspflanzen von Wanzen obige Resultate erklären. Künstliche radioaktive Niedrigstrahlung muss nicht notwendigerweise genetische Mutationen verursachen. Vielmehr ist es wahrscheinlich, dass die Morphogenese von Wanzenlarven dadurch gestört wird. Zusammenfassend weisen die oben erwähnten Referenzbiotope eine untere Grenze der Schädigungsrate von 1–3% auf. Aus zahlreichen eigenen Untersuchungen von individuellen Wanzen kann ich sagen, dass vor allem morphologische Schäden ein guter Indikator für schädigende Umwelteinflüsse sind, und dass Wanzen allgemein sensibler sind, als man bisher glaubte.

Bild:

Weichwanzenkopf aus Mörlialp, Kanton Obwalden
Aquarell, Zürich 2008
Dem rechten Fühler fehlen Glieder

Seh-Forschung
faderimages

Weichwanzenkopf aus Mörlialp, Schweiz